Sonntag, 28.06.2015

Keep Portland Weird!

Während meiner letzten Highschool Woche hat meine Mama sich auf den Weg gemacht, um mit mir gemeinsam einen kleinen Road Trip die Westküste entland zu machen. Auf unserer Liste standen die Städte Aberdeen, Seattle und Portland. Zunächst einmal habe ich meiner Mama Spokane und Umgebung gezeigt, bevor ich mich von meiner Gastfamilie verabschieden musste. Es war ein tränenreicher Abschied aber auch mit dem Wissen, dass man sich in der Zukunft wiedersehen wird. Dann ging es mit einem Mietwagen in Richtung Aberdeen los. An sich ist Aberdeen nicht allzu aufregend, aber durch meinen grunge fabel durfte diese Stadt natürlich nicht fehlen. Wir haben das Kurt Cobain Memorial besucht und ich habe meine persönliche Nachricht unter der Brücke hinterlassen, die Kurt als Teenager oft aufsuchte. Danach haben wir in einem ziemlich gruseligen Motel übernachtet. Wir waren sehr froh, als es morgens früh weiter ging, denn es war überhaupt ein Wunder, dass keiner durch die klapprige Zimmertür eingebrochen ist. In Seattle begrüßte uns wundervolles Wetter und ein sauberes, modernes Hotel, nach einer anstrengenden Autofahrt. Neben den typischen Sehenswürdigkeiten nahmen wir an einer Rundfahrt durch die Stadt teil. Der Tourleiter war gewöhnungsbedürftig komisch und wechselte alle zwei Minuten seine Kopfbedeckung passend zur Musik, die er einspielte zwischen seinen Vorträgen. Hinzu kamen zwei Kinder, die vor uns unentweg mit einer Mundtröte uns Ohrenbluten besorgten. Es war so bescheuert, dass ich und Mama es schonwieder lustig fanden. Von Seattle ging es an der wunderschönen Westküste hinunter nach Oregon. Portland ist einer der schönsten Städte, die ich je gesehen habe. Sauber, alternativ, modern und voll mit interessanten Sehenswürdigkeiten. Besonders die vielen kleinen Cafes waren perfekt um den Nachmittag in der Sonne zu genießen. Ich empfehle es sich mit eigenen Augen anzuschauen. Mama und ich hatten sehr viel Spaß und die volle Ladung Kultur und Natur am Ende unseres Trips. Dann ging es zurück nach Seattle um den Flug nach Hause zu nehmen. Mit ein bisschen Herzschmerz, aber auch mit großer Vorfreude auf Deutschland saß ich am nächsten morgen im Flieger. Es war ein ereignisreiches und spannendes Jahr für mich. Ich empfehle jeden, der ein bisschen Abenteuer, bessere Sprachkenntnisse und andere Kulturen sucht ein Austauschjahr an einer Highschool in den USA in Erwägung zu ziehen. Ich bin unglaublich froh, dass meine Familie mir dieses Jahr ermöglicht hat. Danke!:)